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Hospiz Sulingen und umzu im Kirchenkreis Grafschaft Diepholz
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Jahresbericht

2014

ambulanter Hospizdienst Sulingen und umzu im Kirchenkreis Grafschaft Diepholz

 

 

 

Schmelingstr. 47, Alexianer Klinik Sulingen, 27232 Sulingen

          Koordinatorin: Patricia von Bodecker

Stellvertreterin: Ilona Kukemüller

Stand: Januar 2015

 

Jahresbericht 2014 Ambulanter Hospizdienst Sulingen und umzu im Kirchenkreis Grafschaft Diepholz

 

Vorbemerkung

Unsere Hospizgruppe hat sich 2014 weiterentwickelt und gefestigt. Zurzeit sind wir 31 ehrenamtliche Mitarbeiter. Sie kommen aus den Samtgemeinden Kirchdorf, Schwaförden, Siedenburg und der Stadt Sulingen. Unser Dienst erstreckt sich auf diese Orte:



  • Gruppenstruktur: eigenständige Gruppe

  • Träger: Kirchenkreis Grafschaft Diepholz

  • Hospizbeauftragte: seelsorgerische Begleitung Pastorin Katja Hedel, seit November Pastorin Anja v. Issendorf

  • Leitungsteam: 7 Mitarbeiter, Besprechung einmal im Monat

 

 

Unser Hospizdienst ist in verschiedene Aufgabenbereiche eingeteilt:

  1. Begleitung

  2. Trauerarbeit

  3. Ambulanter Kinderhospizdienst

  4. Mitarbeiter Unterstützung und Förderung

  5. Vorbereitungskurse

  6. Beratung und Information

  7. Öffentlichkeitsarbeit

  8. Netzwerkarbeit und Kooperation

  9. Fortbildung

  10. Spenden und Unterstützung

 

 

1.Begleitung

Wir begleiten unabhängig von Nationalität oder Religion zu Hause, im Pflegeheim oder kommen auch auf Wunsch ins Krankenhaus.

In der Regel wird ein Erstgespräch mit Betroffenen, An- und Zugehörigen, von der Koordinatorin oder deren Vertretung durchgeführt.

Dabei wird besprochen was benötigt und gewünscht wird. Die Begleitung wird möglichst von zwei Hospizhelfern abwechselnd ausgeführt. Diese werden während ihrer Einsätze von den Koordinatoren unterstützt.

Nach Beendigung der Begleitung findet ein Abschlussgespräch der Helfer und einer der Koordinatorinnen statt. Die Begleiter pausieren anschließend 3 - 4 Wochen.

Für die Angehörigen gibt es je nach Wunsch die Möglichkeit der weiteren Trauerbegleitung.

 

Wir haben 2014 insgesamt 25 Begleitungen abgeschlossen (2013/ 13 Begleitungen)

Zu Hause :                  11 Begleitungen

Suletal:                       10 Begleitungen

Heimstatt -

Haus Morgensonne:    3 Begleitungen

Landhaus Barrien:       1 Begleitung

 

Noch nicht abgeschlossene Begleitungen 8 Personen:

Zuhause:                  1 Begleitung

Suletal:                     2 Begleitungen

Diakonie Freistatt:    2 Begleitungen

Heimstatt -

Haus Morgensonne: 1 Begleitung

Kirchdorfer Heide:    1 Begleitung

Kinderbegleitung:     1 Begleitung

 

2. Trauerarbeit

Nach Abschluss einer Begleitung bieten wir noch weitere Hilfen an.

Auf Wunsch können Einzelgespräche stattfinden. Unser Trauercafe ist an jedem 1. Sonntag im Monat geöffnet. Es ist ein „Offenes Trauercafe“, d.h. die Trauernden können unangemeldet kommen.

Im Rahmen des Trauercafes hat jeder die Möglichkeit sich mit Betroffenen auszutauschen. Das gegenseitige Verstehen ist dabei sehr hilfreich. Dadurch werden soziale Kontakte gefördert.

Aus unserer Erfahrung ist die akute Trauer nach ca. eineinhalb Jahren im Trauercafe abgeschlossen.

2014 haben insgesamt 24 Personen unser Cafe besucht.

Durchschnittlich pro Monat 10 Personen.

 

3. Ambulanter Kinderhospizdienst

Wir kooperieren mit der ambulanten Kinderhozpizarbeit Löwenherz in Syke.

Ambulant unterstützt und begleitet werden kann jede Familie, in der ein unheilbar schwer krankes Kind lebt. Eine spezielle Schulung in der ambulanten Kinderhospizarbeit ist für eine solche Aufgabe Voraussetzung.

Wir haben eine ehrenamtliche Mitarbeiterin die kontinuierlich einmal die Woche ein 12 jähriges Mädchen mit lebensverkürzender Prognose besucht. Für die betroffene Familie ist das eine sehr große Entlastung.

2014 hat unsere Familienbegleiterin an mehreren Seminaren und Supervisionen bei der ambulanten Kinderhospizarbeit Löwenherz teilgenommen.

Zweimal im Jahr finden weitere Kooperations- und Koordinatoren Treffen statt. Schulung und Seminare finanzieren wir über Spendengelder.

 

4. Mitarbeiter Unterstützung und Förderung

Einmal im Monat ist ein Gruppentreffen mit unterschiedlichen Themen-siehe Halbjahresplan 1 und 2.

Im Rahmen der Gruppenarbeit bieten wir Supervisionen an.

Im Mai 2014 haben wir das 1. Mal ein Workshop-Wochenende organisiert, an dem 13 Mitarbeiter teilnahmen.

Thema war „ Craniosacrale Therapie in der Hospizarbeit“. Es ist eine Methode die Schwerkranken und Sterbenden zum Angstabbau und zur Entspannung hilft.

Mit diesem Workshop – Wochenende wurde der Zusammenhalt der Gruppe gefördert. Die Teilnehmer erlebten dieses Wochenende als persönliche Bereicherung. 2015 werden wir wieder einen Workshop organisieren.

 

5. Qualifizierung zum Hospizhelfer

Den Vorbereitungskurs zur Begleitung Sterbender führen wir in Zusammenarbeit mit den Hospizgruppen Bassum und Syke durch. Die Ausbildung wird unterstützt durch die Kirchenkreise Grafschaft Diepholz und Syke- Hoya.

Die Ausbildungsstruktur und Inhalt richten sich dabei nach dem „Celler Modell“, das von dem Gemeindekolleg der Vereinigten ev. luth. Kirche (VELKD) in Celle entwickelt wurde.

Der Kurs dauert ca ein Jahr und gliedert sich in 3 Phasen:

1. Grundkurs

2. Praktikum ( 3 Monate )

3. Vertiefungskurs

 

2014 wurde unsere Hospizgruppe durch die Kurse 3 und 4 mit 10 neuen Mitarbeitern verstärkt. Kurs 5 startete im November 2014

 



Eingang zur Klinik Sulingen, Schmelingstr. 47

Hier nutzen wir diverse Räumlichkeiten für unsere Treffen.

 

6. Beratung und Information

Unsere Mitarbeiter informieren zu unseren Tätigkeiten und unterschiedlichen Aufgabengebiete.

Die Koordinatorin und Stellvertretung beraten und informieren auch zu Fragen wie Palliativ Care, Pflege, Sterbebegleitung, Angehörigen- und Trauerarbeit, Patienten Vorsorge. Gern vermitteln wir weitere Hilfen durch unsere Kooperationspartner IGEL Barnstorf (ION), Palliativ-Stützpunkt oder SAPV-Pflegedienst und andere.

Es wurden 40 Einzelgespräche nach Vereinbarung durchgeführt.

 

7. Öffentlichkeitsarbeit

unsere Öffentlichkeitsarbeit dient dazu, Lebensthemen wie Sterben, Tod und Trauer in die Gesellschaft zu tragen, die Möglichkeit über diese Themen zu sprechen, sich auszutauschen und damit Vorurteile und Ängste abzubauen.

Veranstaltungen

  • Kinoabend: im Filmpalast Sulingen, zweimal im Jahr. Es wurden gezeigt: Halt auf freier Strecke“ und „Mein Leben ohne mich“, beide wurden gut angenommen.

  • Vorträge: zum Thema „Demenz“, Referentin Frau Körbel und Patienten Vorsorge“, Referent Herr RA Bühler hatten eine gute Resonanz

  • Infostände: einmal im Rahmen der Diakonischen Woche und einmal auf dem Weihnachtsmarkt in Kooperation mit der Lebenshilfe

  • Hospiz-Gottesdienste

 



8. Netzwerkarbeit und Kooperation,

Unsere Kooperationspartner sind:

  • die Psychosoziale Krebsberatungsstelle IGEL e.V., Barnstorf

  • mit ihrem Interdisziplinären Onkologischen Netzwerk = ION

  • Palliativ-Stützpunkt LK DH, Sulingen

  • Ambulante Kinderhospizarbeit Löwenherz, Syke

  • Regionale Hospiz- und Pflegedienste im LK DH

  • Pflegeheime im Sulinger Land

  • Alexianer Klinikverbund im LK DH

  • Im Hospiz LAG Niedersachsen und Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin ( DGP ) sind wir Mitglied.

 

Mit unseren Kooperationspartnern finden regelmäßig Erfahrugsaustausch statt, zwischen Pflege-, Hospiz- und Palliativdiensten, Therapeuten, Onkologen, Psychologen und Heilpraktikern.

 

9. Fortbildung

Fortbildung sichert unsere laufende Entwicklung im Hospizdienst und ist für eine qualifizierte Arbeit unerlässlich. 2014 hatten wir Referenten zum Thema: „ Märchen in der Hospizarbeit“, Aroma-Therapie in der Sterbebegleitung“ „Craniosacrale Therapie in der Sterbebegleitung“.

 



10. Spenden und Unterstützung

Wir freuen uns über jede Unterstützung, sei es über eine Spende, Mitarbeit oder sonstige Aktivitäten. Durch die Spenden können wir Seminare besuchen, Referenten zur Fortbildung einladen, aktuelle Literatur besorgen, den Chor / Musik für Gottesdienste zahlen und vieles mehr.

 

Wir danken sehr für die Unterstützung und Spenden:

  • Alexianer Klinikverbund, für die kostenfreie Nutzung der Räumlichkeiten in der Klinik Sulingen.

( Gruppenabende, Kurse und Einzelgespräche)

  • DRK Sulingen, für die Bereitstellung von Räumlichkeiten für unser Trauercafe

  • KRK Computersysteme, Herrn Ralf Röhr, Ermöglichung unserer Homepage und E-Mail Adressen

  • Herrn Frank-Ullrich Becker, mit dessen Hilfe wir unsere Homepage pflegen

  • Familie Glandorf, mit ihrer Hilfe konnten wir die Filmabende realisieren

  • Frau Körbel und Herr Bühler, die für uns Kosten frei referierten

  • Amtsgericht Sulingen, das uns ab und zu finanziell bedenkt

  • Herrn Supt. Priesmeier, Frau Küsterin Müller und Herrn Kantor Kupschus mit deren Hilfe wir den Welthospiz-Gottesdienst ermöglichen konnten

  • Frau Pastorin Hedel für die mühevolle Abrechnung unserer Qualifizierungs-Kurse und Mit- Organisation der Einführungs- Gottesdienste

  • Der Presse für regelmäßige Veröffentlichungen und Berichte

Allen Spendern und Unterstützern sagen wir ein herzliches Dankeschön, mit ihrer Hilfe können wir unseren Hospizdienst qualitativ verbessern und stärken!

 


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